Die Tethys-Veszprém Grünroute und der „Fischtunnel“

Auf einem ehemals beliebten Weg der Einwohner von Veszprém, der den Jerusalemberg mit dem Stadtviertel „Dózsaváros“ verbindet, befindet sich der „Fischtunnel“ des Tethysmeers.

Der Tunnel im Sintér-Graben befindet sich unter der Dózsa György utca und ist eigentlich eine kleine Brücke, die den Viadukt mit der Stadt verbindet und über die früher eine Straße führte. Heute bietet der alte Tunnel durch seine Wandmalereien einen Einblick in die prähistorische Flora und Fauna des Tethysmeers von Veszprém. Das riesige Gemälde, das prähistorische Tiere aus der Zeit vor 230 Millionen Jahren darstellt, ist 6 Meter hoch und fast 9 Meter lang. Die gezeigten prähistorischen Arten sind wahre lokale Kuriositäten, darunter auch das Meeresreptil Placochelys Placodonta, ein besonderer Schatz des Gesteinsabbaus in Veszprém, der vor 120 Jahren von dem Geologen Dezső Laczkó im nahegelegenen Steinbruch entdeckt wurde.

Der Sintér-Hügel und -Graben ist ein Naturschutzgebiet von lokaler Bedeutung im Herzen der Stadt. Im Rahmen der Wiederherstellung der Grünroute, der die Harmat utca mit der Kittenberger Kálmán utca verbindet, wird bis 2023 ein Lehrpfad mit neun Stationen eingerichtet, der sich mit dem ehemaligen Steinbruch und den einzigartigen geologischen und Naturschönheiten des Gebiets sowie seinen geschützten Pflanzengesellschaften befasst.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass der über diesem Gebiet liegende Aussichtspunkt in der Harmat utca den besten Rundblick über die Stadt bietet.

Die Pflasterzahnechse Placochelys Placodonta und Veszprém:

Der Geologe und Piaristenlehrer Dezső Laczkó fand im Steinbruch am Jerusalemberg eines der weltberühmten Wahrzeichen von Veszprém, die Überreste einer Pflasterzahnechse aus dem Obertrias. Dies war seine bedeutendste paläontologische Entdeckung, die sowohl ihm als auch Veszprém Ruhm brachte. Somit ist das kleine „Biest“ ein Symbol der Stadt und bildet einen wichtigen Teil der lokalen Identität.